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„In bösen, dunklen, kalten Tümpeln/ Wo alte Bücher Orm gebären/ Die tief in toten Sümpfen dümpeln/ Wo Bücherwürmer sich vermehren/ Wo alle Fragen Antwort finden/ Doch niemand seine Frage kennt/ Dort soll sich jener Dämon winden/ Den man den Bücherdrachen nennt.“ -Ohjann Golgo van Fontheweg

In den Katakomben von Buchhaim erzählt man sich eine alte Geschichte vom sprachmächtigen Drachen Nathaviel. Angeblich besteht er aus lauter Büchern, die von der mysteriösen Kraft des Orms durchströmt sind. Die Legende besagt, der Bücherdrache habe auf jede Frage die richtige Antwort.

Endlich sind die Buchlinge wieder da und endlich beglückt uns Walter Moers mit einem neuen Abenteuer in den „tiefen, dunklen kalten Räumen, wo Schatten sich mit Schatten paaren“ im Untergrund der schon oft Schauplatz gewesenen Stadt Buchhaim.Der Buchling Hildegunst Zwei macht sich eines Tages auf den Weg in den Ormsumpf, wo Nathaviel hausen soll. Dabei wagt er sich in Bereiche der Katakomben, in denen es von Gefahren wie den heimtückischen Bücherjägern nur so wimmelt..

Eine wunderbare Erzählung, gespickt mit Comics von Moers selbst, die Lust auf mehr macht! Eine Leseprobe des neuen Briefromans „Insel der 1000 Leuchttürme“ findet sich ebenfalls! Ein Muss für alle Moers-Fans!

„Hamouli, Hamouli, Hamouli – mepp, mepp. – Gesang der Lindwürmer“

Diese Weihnachtsgeschichte ist eine andere und doch ähnelt sie dem uns bekannten Weihnachtsfeste in all seinen Facetten : „Hamouli“ und „Mepp“ sind Figuren, die unserem Weihnachtsmann und Knecht Ruprecht wohl ganz ähnlich sind. „Hamoulimepp“ ist in Zamonien ein dreitägiges Fest, welches mit allerlei exotischem Essen, Feuerwerken und eigensinnigen Bräuchen, wie dem Anmalen von leeren Schneckenhäusern gefeiert wird..

Der bekannte zamonische Lindwurm, Hildegunst von Mythenmetz nimmt uns in seinem Briefwechsel an den ebenso berühmten Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer mit auf die Reise in die Hintergründe eines uralten, zamonischen Brauchtums. Suchtgefahr garantiert! Eine unterhaltsame, kurzweilige, neue Geschichte aus Zamonien, die die Vorfreude auf Weihnachten, pardon, „Hamoulimepp“ umso größer werden lässt.

Ein wunderbar literarisch-sprachliches Unterfangen: „Das Leben ist endlich, doch ewig ist Kunst, so grüßt von fern, Dein Hildegunst“.

 

Walter Moers, Weihnachten auf der Lindwurmfeste