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Cloud- ein harmlos klingender Name für ein global agierendes Innovationsunternehmen. Ein Unternehmen, dessen Aufgabe es ist, kühne Ideen zu entwickeln und dabei täglich von der Überzeugung angetrieben wird, im Auftrag seiner Kunden zu handeln. Geleitet von Gibson Wells, der sein „Baby“ aus dem Nichts einen wirtschaftlichen Giganten geschaffen hat. Von seinen Mitarbeitern verlangt er nicht weniger als Kreativität und Leidenschaft, aber natürlich auch Hocheffizienz und Optimierung – Cloud ist die Lösung für alle Bedürfnisse.

Bei Cloud lernen sich auch Paxton und Zinnie kennen. Beide durchlaufen zunächst das aufwendige Rekrutierungsverfahren für neue Mitarbeiter ehe sie in ihrer neuen „Familie“ aufgenommen werden. Paxton arbeitet im Sicherheitsbereich, Zinnia im Versand. Das Leben in der „Mothercloud“ ist hervorragend organisiert. Kein Zeitverlust auf dem Weg zum Arbeitsplatz, weil das gesamte Firmengelände auf einem riesigen Campus angesiedelt ist. Keine Sorge um Gesundheitsversorgung, Wohnung, Versicherung, Verpflegung. Alles wunderbare Annehmlichkeiten. Jeder Mitarbeiter trägt eine Smartwatch, die sein Bewegungsprofil und natürlich die Arbeitsleistung erfasst. Die Arbeitsleistung wird in einem 5 Sterne System erfasst. Erfüllt man seine Aufgaben effizient und ohne Zwischenfälle hat man ein „normales“ Rating von 4 Sternen. Wird man krank oder arbeitet zu langsam, sinkt die Bewertung. Bei einem Stern droht die Kündigung.

Ein vermeintlich perfektes Leben im Cloud-System, doch unter der feinen heilen Fassade gibt es allerhand Unstimmigkeiten. Durch das Ratingsystem ist interner Machtmissbrauch vorprogrammiert: Einschüchterungen von Vorgesetzten, Kritik darf nur vereinzelt geäußert, Krankheitsfälle nur im Extremfall gemeldet werden. Gewerkschaften existieren natürlich nicht.

Rob Hart zeigt uns ein vermeintlich perfektes Unternehmen. Voller Freude und Begeisterung wird die allumfassende Wichtigkeit eines privaten Konzerns gelobt, der vieles (oder alles ?) besser, schneller und effizienter gestalten kann als die herkömmlichen öffentliche Institutionen. Die Unternehmensbeschreibung passt frappierend gut auf einen schon heute sehr großen AMArikanischen Konzern. Die Frage die Hart stellt lautet: Opfern wir die Entscheidungsfreiheit des Einzelnen auf dem Altar der wirtschaftlichen Rationalisierung?

Ein – so hofft man – doch nur fantastisierender Roman. Aber „Cloud“ ist schon heute an vielen Orten zu finden. Wo kaufen sie Musik? Klamotten? Bücher? Wer speichert ihre Daten?

„Schöne neue Welt“, „1984“, „Fahrenheit 451“, oder „The circle“ sind dazu Peanuts. Ein absolut lesenswerter Roman!

Dieses Buch hat das Potenzial zu ihrem literarischen Alptraum zu werden: Egal ob es um das Verschwinden des eigenen Kindes geht, weil man ausnahmsweise einmal ein paar Minuten später von der Arbeit nach Hause kommt; ein verbrauchter Womanizer seine rachsüchtige Stieftochter trifft oder ein eifersüchtiges Mädchen sich mit einer unheimlichen Katze anfreundet (Poe lässt grüßen). Oates liefert uns spannende Geschichten in die schaurigsten Abgründe und Ängste der Menschen. Das kann bereits im Mutterleib beginnen, wenn ein Zwillingsbruder-Paar um den besten Platz kämpft oder später im Leben der eigene Bruder zum Mörder wird..

Sieben Geschichte, sieben Abgründe, sieben sich in Anspannung und Grauen nicht zu erschöpfende literarische Alpträume. J.C. Oates beweist wieder einmal ihre Stellung im Thriller/Horror Genre – nämlich ganz weit oben. Absolut lesenswert!

Es ist ein klirrend kalter Januar. In den prunkvollen Sälen des Geologischen Museums trinken sich die Größen der Modewelt warm für die Kopenhagen Fashion Week, als draußen im Schnee der Designer Bartholdy unter Qualen zusammenbricht. Es ist Blutmond-Nacht. In solchen Nächten, so heisst es in Afrika, befinden sich Sonne und Mond im Krieg. Ein unheilvoller Auftakt für Jeppe Kørner und Anette Werner. Jeppe ist zurück von einem längeren Urlaub in Australien, doch die Erholung hält nicht lange an. Denn Jeppes bester Freund ist seit dem grausamen Mord an Bartholdy unauffindbar.

Nun endlich der zweite Teil der Kopenhagener-Thriller-Serie von Beststeller Autorin Katrine Engberg. Nach „Krokodilwächter“ ermitteln Kørner und Werner in diesem Fall nun hinter den Kulissen der Kopenhagener Haute Couture. In gekonnt fesselnder Manier entführt uns Engberg in die Abgründe jener glitzernden und illusionierenden Welt der Mode. Für jeden Engberg-Fan ein must read! Für jeden Einsteiger und Liebhaber des Thriller Genres wunderbar geeignet.